Wie man früher Muskelaufbau betrieben hat

Ich will dich jetzt nicht länger auf die Folter spannen. Wir kommen nun in Kürze Fitness-3741-207x300auf die wirklichen Geheimtricks vom muskelaufbau zu sprechen, auf das Wissen der alten Meister.

Aber wie kann es sein, dass viele Athleten aus den 40’er, 50’er, 60’er und 70’er Jahren des letzten Jahrhunderts nicht nur genauso muskulös waren, wie heutige TopSportler, sondern darüber hinaus auch teilweise erheblich größere Kraftleistungen zustande brachten? Und das ohne Anabolika. Ohne die heutigen HighTechLebensmittel und Nahrungsergänzungen. Ohne ausgebildete Trainer. Und auch ohne die herausragenden Kraftgeräte unserer Tage, die ja angeblich perfekt an die menschliche Physiognomie angepasst sind.

Darauf gibt es ganz viele Antworten. Zum Beispiel, dass die heutigen Geräte nicht annähernd so perfekt sind, wie die Hersteller uns glauben machen wollen. Vielmehr sind sie leicht und schnell einzustellen, sehen hübsch aus und verbrauchen nur wenig Stellfläche. Zudem werden sie durch den Druck des Marktes auch immer preisgünstiger. Das muss sich ja irgendwo auswirken.

Die Folge ist daher, dass moderne Geräte sich zwar leicht und einfach einstellen lassen, oft aber nicht unbedingt optimal. Wer ungewöhnlich groß, klein, breit, schmal oder sonst wie nicht normgemäß gebaut ist, wird seine optimale Einstellung möglicherweise nicht finden können.

Das Gleiche gilt für den Bewegungsablauf. Viele Jahre haben die Hersteller nach Möglichkeiten gesucht, den funktionellen Bewegungsablauf einer freien Hantel mit ihren Geräten zu simulieren. Als das dann beinahe geglückt war, gingen viele Anbieter wieder davon weg, um stattdessen besonders hübsch anzusehende und kleine Geräte zu produzieren. Schließlich trainiert das Auge ja mit, und wenig Stellfläche ist ein gutes Verkaufsargument gegenüber Studiobetreibern, die ja monatlich für jeden Quadratmeter Miete zahlen müssen.

Damit wir uns richtig verstehen: das ist keine Kritik.

Fitness-602-241x300Das wirtschaftliche Überleben von Geräteherstellern und Studiobetreibern ist nun einmal ein wichtiger Faktor. Auch für die Nutzer eines Sportstudios. Was hätten wir alle schließlich davon, in einem perfekten

Studio an perfekten Geräten, angeleitet durch fantastische Trainer zu trainieren, wenn der Laden nach sechs Monaten pleite wäre und wir uns etwas Neues suchen müssten?

Es ist also keine Kritik. Es ist nur eine Begründung.

Eine der Begründungen dafür, warum die Athleten vor 20 oder auch 50 Jahren teilweise mehr Erfolg hatten als viele von uns heute.

Eine andere Begründung sind allerdings auch verloren gegangene Techniken. Keine mystischen Geheimtechniken, mit denen jeder Spargel in wenigen

Wochen zum Tarzan werden könnte. Das nicht. Durchaus aber Techniken, die einfach um ein Vielfaches effektiver sind als das, was Trainer heutzutage ihren Schützlingen zeigen… und was ihnen selbst auch nur bei ihrer eigenen Ausbildung beigebracht wurde.

Um ehrlich zu sein, diese Techniken sind nicht wirklich verloren gegangen. Sie sind nur untergegangen in diesem ungeheuren Wust von Informationen, die heute auf uns einprasseln.

An dieser Stelle nochmals ein großes Lob an die Bodybuildingmagazine. Meines Wissens nach gibt es in keinem anderen sportlichen Bereich Zeitschriften, die so bemüht sind, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu nutzen, um den eigenen Sport noch attraktiver und das entsprechende Training noch effektiver zu gestalten.

Aber das Problem liegt in der Menge der Informationen. Es wird geschrieben, dass dies hierfür nützlich sein könnte, dass man damit in der und der Beziehung gute Erfahrungen gemacht hat, dass der Profi

Soundso auf das eine und der erfolgreiche Amateur

Soundso auf das andere schwört… und dem Endanwender verbleibt dann die schwierige Aufgabe, unter all den wissenschaftlichen Erkenntnissen, der Werbung, den Gerüchten, den Enten, den Erfahrungen und den Ansichten des Autors das herauszufinden, was wirklich wichtig und bedeutsam ist – für

NichtFachleute eine beinahe unlösbare Aufgabe.

Die wirklich effektiven Techniken sind also nicht wirklich verloren gegangen. Sie werden aber nur im gleichem Atemzug genannt mit all den anderen Trainingsmethoden, die nicht, kaum oder auf jeden Fall viel weniger wirksam sind. Und deren Anzahl ist leicht um den Faktor 100 höher, vielleicht sogar noch mehr. Und das führt dazu, dass viele Sportler jahrelang trainieren, ohne signifikante Fortschritte zu machen.

Alles scheint so einfach. Wir haben heute mehr Freizeit als je zuvor in der Menschheitsgeschichte. Wir sind Kopfarbeiter, sodass wir unseren Körper fürs Training schonen können, statt ihn schon bei der Arbeit auszupowern. Der Monatsbeitrag in den meisten Fitnesscentern ist so niedrig, dass jeder Bankangestellte zu weinen anfängt, wenn jemand die Gründung eines Fitnesscenters bei ihm finanzieren will.

Es gibt Geräte in vielfältigsten Ausführungen für alle Muskelgruppen, und es gibt mehr Hersteller denn je, die diese Geräte anbieten. Es gibt zahlreiche

Ausbildungsstätten für Trainer, und es gibt zahlreiche Bücher, mit denen diese sich dann weiter fortbilden können, so sie daran Interesse haben.

Aber all das reicht anscheinend nicht. Es reicht deshalb nicht, weil wir über all diesen Fortschritt das vergessen haben, was wirklich zählt: Erfahrungen!

Die Erfahrungen der alten Champions.

Ich bin kein Nostalgiker. Ich sehne mich nicht zurück nach einer Schreibmaschine statt des Computers, und um nichts in der Welt würde ich wieder einen Kassettenspieler in der Tasche haben wollen, statt eines MP3Players. Ich bin also zwar ein Fan von schwerem Eisen, aber trotzdem ein durch und durch moderner Mensch, allem Neuen zugetan.

Und es stimmt nicht, was die Leute sagen. Früher war eben nicht alles besser. Im Gegenteil, das Meiste war früher schlechter.

Trotzdem muss ich es leider sagen: im Fitnesscenter ist es umgekehrt. Früher kannten sich die Mitglieder eines Fitnesscenters alle beim Namen. Sie halfen einander, auch ohne dass man erst jemanden bitten musste, ob er mal aufpasst. Und sie gaben ihre Erfahrungen an alle anderen weiter. Konkurrenzdenken spielte damals so gut wie keine Rolle. Das war wirklich eine „gute alte Zeit“; zumindest aus sportlicher Sicht.

Wenn heutzutage ein Wissenschaftler mit modernsten Geräten ausmisst, dass die Muskelstimulation bei einbeinigen Kniebeugen am größten ist, dann ist das ja gut und schön. Und wenn eine Zeitschrift diese Erkenntnisse veröffentlicht, dann ist das auch völlig in Ordnung. Blöd wird es nur, wenn dann ganz viele Leute mit einbeinigen Kniebeugen trainieren und einfach keine Muskeln damit aufbauen.

Ein erfahrener Kraftsportler hätte ihnen das gleich sagen können. Er hätte vielleicht so etwas gesagt wie, „Jungchen, lass mal gut sein. Mache schöne schwere Kniebeugen mit beiden Beinen fest am Boden, dann wird alles gut“. Und damit hätte er Recht gehabt.

Ein alter Champion weiß nicht, warum eine einbeinige Kniebeuge nach den Messungen im Muskelinneren die besseren Ergebnisse zu bringen scheint.

Und er weiß auch nicht, warum das in der Praxis trotzdem nicht funktioniert. Er weiß nicht, warum die beidbeinige schwere Kniebeuge das beste Instrument ist, um Beinmasse aufzubauen. Aber er weiß, dass es so ist! Und genau darauf kommt es an.

Im Verlaufe der folgenden vielen Tipps und Tricks wirst du keine bahnbrechenden Neuigkeiten erfahren. Du wirst keine oder kaum neue Übungen kennen lernen. Und du wirst auch nicht für jeden Muskel und für jede Übung ein Geheimnis erfahren.

Aber du wirst für zahlreiche Übungen und für dein Training im Allgemeinen Tipps bekommen, wie du erheblich erfolgreicher dabei sein kannst. Bessere, schnellere Resultate und/oder geringerer Verschleiß.

Oftmals reicht eine kleine Änderung aus, um aus einer schlechten eine gute bzw. aus einer guten

Übung eine fantastische zu machen. Manchmal reicht es schon aus, wenn du den gleichen Bewegungsablauf durchführst, dich dabei aber auf einen anderen Teil der Übung oder deines Körpers konzentrierst. Meist ist es gar nicht so, dass du irgendetwas falsch machst. Es geht eben anders nur noch etwas besser.

Krafttraining – oder Widerstandstraining, wie es wissenschaftlich ausgedrückt wird – ist vermutlich der gesündeste Sport überhaupt. Der Körper unterliegt nur einem vergleichsweise minimalen Verschleiß, während aber die positiven Auswirkungen für fast alle Bereiche der Gesundheit und des Wohlbefindens durch keine andere sportliche Betätigung in auch nur ähnlichem Maße hervorgerufen werden können.

Kurz: wer Krafttraining betreibt, fühlt sich besser, lebt gesünder, sieht besser aus, stärkt sein Selbstvertrauen und bewusstsein und muss dafür auch nur vergleichsweise wenig Zeit und Mühe investieren.

Umso schlimmer, wenn viele Menschen ihr Engagement in einem so fantastischen Sport nach einiger Zeit wieder beenden, nur weil die Erfolge ausbleiben. Daran sollten die Fitnesscenter denken, wenn sie nur Kosten und Durchlaufzahlen in ihre Planung mit einbeziehen. Auch eine niedrige Fluktuation kann zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Erfolg beim Training durch gute Geräte und großartig geschulte Trainer kann vielen Mitgliedern auch einen höheren Monatsbeitrag wert sein.

Aber das Pendel schlägt nach beiden Seiten aus. Auch du, als Konsument, solltest dir nicht zwingend das Fitnesscenter mit den niedrigsten Preisen und der größten Fläche mit den meisten Geräten aussuchen. Stattdessen lieber eine Anlage, in deren Ambiente du dich wohl fühlst und in der man sich nach deinen Bedürfnissen erkundigt und auch darauf eingeht, statt beim Verkaufsgespräch die günstigen preislichen Konditionen in den Vordergrund zu stellen.

Fitness (602)Auf diese Weise hast du eine bessere Chance, maximalen Nutzen aus diesem Sport zu ziehen und das Training unter Gleichgesinnten auch noch zu genießen.

Die alten Champions sind ihrem Sport lebensbegleitend mit großem Erfolg nachgegangen und tun das größtenteils heute noch. Auch wenn du gar nicht die

Absicht hast, leistungssportlich aktiv zu sein, sollte es doch auch in deinem Interesse sein, maximalen

Erfolg mit minimalem Aufwand zu haben und dabei so gesund zu bleiben, dass auch du dein Training bis ins hohe und höchste Alter aufrecht erhalten kannst.

Die folgenden Übungsbeschreibungen sollen dazu ihren Teil beitragen. Der Schwerpunkt liegt nicht nur darauf, irgendwie schnelle Erfolge zu haben, sondern auch dabei gesund zu bleiben – und das langfristig. Denke daran: Verschleiß und Verletzungen sind unser größter Feind. Ein einziger dummer Fehler kann dich um Wochen, Monate oder sogar Jahre zurückwerfen.

Es ist gut und richtig, sich ins Training hineinzusteigern. Wenn ich das tue, schreie ich teilweise das halbe Studio zusammen, sehr zum Leidwesen der modernen Fuzzis, die sich gerade noch einen Aufkleber statt einer Scheibe auf die Stange packen wollten.

Aber, bei allem Einsatz, höre dabei auf deinen Körper. Mach nur die Übungen, die sich für dich gut anfühlen. Sei so vernünftig, aufzuhören, wenn sich irgendwo der Schmerz einer möglichen Verletzung bemerkbar macht.

Vielleicht wirst du auf diese Weise nicht aus jedem Training das mögliche Optimum herausholen können. Aber durch die extrem effektiven Übungen wirst du trotzdem zum Ziel kommen und dabei hoffentlich gesund bleiben.

Denn so verschieden all die Sportarten dieser Welt auch sein mögen, eines haben sie alle gemeinsam: der Ausdauernde wird sein Ziel erreichen. Derjenige, der über Jahre dabei bleibt und sein Ziel nicht aus den Augen verliert. Derjenige, der auch mal die Größe besitzt, ein Training sicherheitshalber vorzeitig abzubrechen, weil ihm etwas weh tut oder er sich auch einfach nur nicht gut fühlt. Denn es ist besser, auf den Nutzen eines einzelnen Trainings zu verzichten, als das Risiko einzugehen, vielleicht für Monate nicht oder nur eingeschränkt trainieren zu können.

So, wie es aussieht, haben wir nur dieses eine Leben. Also sollten wir es genießen, Spaß und Erfolg dabei haben. Nicht nur das Ziel zählt, auch wie wir es erreichen. Training macht Spaß und ist keine Pflichtübung. Die alten Champions wussten das und haben jede Minute im Studio genossen. Viele heutige Sportler sollten diese Mentalität in sich wiederfinden, dann hätten sie mehr Freude am Training und damit zwangsläufig auch mehr Erfolg.

Oh… und noch auf ein Wort: Ich kann nicht eindringlich genug betonen, dass sich dieses Buch an Sportler richtet, die wissen, was sie tun. Gerade Krafttraining ist ein sehr gefährlicher Sport. Oder anders: man kann damit in sehr kurzer Zeit sehr viel erreichen, sich aber auch sehr viel kaputt machen, wenn man Fehler begeht.

Das liegt vor allem daran, dass unsere Muskeln sehr schnell mit Kraftzuwachs auf das Training reagieren, während unsere Bänder und Sehnen, unsere Gelenke und sogar unsere Knochen weitaus länger brauchen, um sich an die gesteigerten Belastungen und die entsprechend gesteigerte Leistungsfähigkeit anzupassen.

Viele der im Folgenden vorgestellten Übungen sind daher für Fortgeschrittene, keinesfalls für Anfänger.

Und das ergibt auch Sinn. Denn ein Körper, der kein Krafttraining gewohnt ist, wird die ersten 6 bis 12 Monate auf alles reagieren; egal, ob es falsch oder uneffektiv ist. Alleine durch die neuartige Form des

Reizes reagiert der Körper mit erheblichen Anpassungserscheinungen.

Ein Anfänger braucht daher gar keine tollen Tricks.

Sein Körper macht sowieso maximalmögliche Fortschritte. Wenn der Anfänger noch effektiver trainieren würde, hätte er dadurch keinen Nutzen; noch mehr kann der Körper in dieser Anfangszeit sowieso nicht wachsen und stärker werden.

Ich hab das ja schon ganz am Anfang erwähnt, trotzdem wiederhole ich es noch einmal: Dem Anfänger möchte ich dringend anraten, erst einmal die

Übungen richtig zu lernen, die sein – hoffentlich qualifizierter – Trainer ihm beibringt. Er soll das Gefühl für seine Muskulatur verbessern und auch für die Bewegungen, die bei den Übungen durchgeführt werden.

Und er soll seinen gesamten Körper, also auch die

Teile, die er bewusst nicht groß wahrnimmt (also Gelenke, Bänder, Sehnen usw.), auf die Belastung vorbereiten, die eine hohe Muskelkraft zwangsläufig für den Körper bedeutet. Denn es ist zwar richtig,dass große starke Muskeln die Gelenke schützen…

gleichzeitig verlangt ihr Training aber auch Höchstleistungen vom Rest des Körpers.

Erst als Fortgeschrittener dann – wenn man vielleicht an einem längeren Trainingsplateau merkt, dass irgendetwas nicht so läuft, wie es sollte – kann man echten Nutzen aus diesem Buch ziehen, ohne die Verletzungsgefahr unnötig zu vergrößern.

Falls du also doch noch Anfänger bist… leg das Buch spätestens an dieser Stelle zur Seite. In ein paar Monaten kann es dann weitergehen. Du wirst dich dann umso mehr freuen, dass du einen Weg findest, dein Training effektiver zu gestalten; nämlich dann, wenn du nicht mehr so einfach so schnelle Fortschritte machst

Wozu der alte Kram?

Ja, es ist richtig, dass die Sportwissenschaft in den letzten Jahren verblüffende Erfolge verzeichnen konnte. Ja, es ist richtig, dass heutige Geräte zum Teil deutlich gelenkschonender aufgebaut sind, als es viele alte (Selbstbau) Geräte waren. Ja, es ist auch richtig, dass die heutigen Sportnahrungsmittel und Nahrungsergänzungen um ein Vielfaches leichter resorbiert werden können und reiner sind, als herkömmliche Nahrung.

Es gibt heute auch mehr Bücher mit moderneren

Trainingsmethoden. Die Trainer sind meist besser geschult als früher und geben fundiertes Fachwissen weiter, statt nur den Kram, den sie irgendwo aufgeschnappt haben. Und über das Internet kann man sich mit Tausenden anderer Sportler austauschen und für so gut wie jedes Problem eine Lösung finden.

Wozu jetzt also ein Buch, das den ganzen alten

Kram wieder hervor holt? Wo ist der Nutzen, wenn man erfährt, wie irgendwelche Kerle vor ein paar

Jahrzehnten trainiert haben?

Nun, es gibt ganz grundlegende Unterschiede zwischen damals und heute. Hier ein paar Beispiele:

Heute nehmen viele Sportler anabole Steroide und sogar Wachstumshormon. Früher tat das kaum jemand (oder keiner, wenn man nur weit genug zurückgeht), dennoch hatten die damaligen Sportler ähnliche oder sogar bessere Ergebnisse als heutzutage.

Heute gibt es viel mehr Informationen als damals, die allerdings ungefiltert sind, sodass jeder selbst ausprobieren muss, was für ihn funktioniert und was nicht. Damals herrschte genug Kameradschaft unter den Sportlern, dass sie einander erzählten, was wirklich bei ihnen funktioniert hat.

Heute wie damals kann man sich einfach den muskulösesten Kerl im Studio suchen und dann machen, was er macht. Aber heute nimmt der wahrscheinlich Anabolika, so dass es dem „sauberen“ Sportler nicht viel hilft zu wissen, wie er trainiert, denn er kann dessen Ergebnisse nur kopieren, wenn er auch das gleiche „nimmt“.

Heute gibt es für jede einzelne Muskelgruppe und sogar für jeden einzelnen Muskel die verschiedensten Maschinen; Kraftgeräte sind ein Geschäft, und die Anbieter überbieten sich gegenseitig mit noch mehr Auswahl und

Möglichkeiten. Früher gab es bedeutend weniger Maschinen, aber die, die es gab, hatten auch einen echten Nutzen.

Man könnte es etwa so zusammenfassen: Früher haben die Sportler genau das Gleiche geschafft wie heute, allerdings ohne ausgebildete Trainer, ohne Internet, ohne FachLiteratur, ohne „Stoff“, ohne HighTechNahrungsergänzungen und ohne moderne Maschinen.

Nur die heutigen absoluten TopAthleten haben tatsächlich mehr Masse als die TopLeute von damals. Aber die Mengen an Stoff, die dafür heute konsumiert werden, übertreffen aufs Jahrzehnt leicht den Gegenwert eines Zweifamilienhauses.

Also gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder, der ganze moderne Kram ist nur Schnickschnack und bringt gar nichts. Oder aber, die Leute haben damals beim Training irgendetwas anders – und das bedeutet: erheblich besser – gemacht.

Ich kann dir versichern, dass moderne Nahrungsmittel, moderne Maschinen, gut ausgebildete Trainer sowie auch das Internet und Fachliteratur oft wirklich gut und sehr sinnvoll sind. Bleibt also nur die andere Komponente: das Training!

Natürlich wird auch heute hart trainiert. Natürlich wissen moderne Trainingswissenschaftler genau, wovon sie reden. Natürlich ist nicht alles Alte gut und alles Neue schlecht. Und ganz sicher kann so gut wie jedes sportliche Training von modernen Erkenntnissen nur profitieren.

Aber es gibt heute so furchtbar viel Wissen, dass einem schwindlig wird, wenn man zuviel drüber nachdenkt. Das Menschheitswissen verdoppelt sich inzwischen alle zwei bis drei Jahre. Bald wird es sich im Jahrestakt verdoppeln, wenige Jahre später noch deutlich schneller. In dieser ungeheuren Informationsflut muss man täglich Neues dazu lernen, nur um in seinem Gebiet noch halbwegs durchblicken zu können.

Ständig gibt es Neuigkeiten. Man erfährt, wie etwas noch besser geht. Wie etwas noch schneller geht.

Noch effektiver. Noch einfacher. Noch schonender.

Das gilt fürs Berufsleben, für fast alle Hobbys und eben auch fürs Krafttraining.

Nur muss man eben im Krafttrainingsbereich eine

Übung mindestens ein Jahr lang unverändert durchführen, um sicher sein zu können, ob sie nun gut ist oder nicht. Wer eine Übung nur einige Monate oder gar nur einige Wochen ausprobiert, wird das nie wissen, denn es gibt einfach zu viele andere Faktoren, die das Ergebnis verfälschen können.

Und da liegt das Problem. Wer soll denn noch die Zeit haben, die Ergebnisse all der neuen Erkenntnisse auszuprobieren? Und wem soll man Glauben schenken, wenn jemand das angeblich schon für einen getan hat?

Die Profis aus den Zeitschriften behaupten jedenfalls alle etwas anderes. Und darüber hinaus sind wie schon gesagt – hoffentlich nur wenige Leser so naiv zu glauben, dass genau diese Berichte wirklich von diesen Profis geschrieben wurden. Denn diese sind zu Recht paranoid und würden wirklich erfolgreiche Methoden bestimmt nicht jedermann zugänglich machen.

Und sie können sich meist auch nicht so geschliffen ausdrücken, wie die Journalisten, von denen diese Artikel in Wirklichkeit stammen (die Profis bekommen nur Werbeeinnahmen und/oder Promotion, nämlich dafür, dass man ihren Namen unter die Artikel setzen darf).

Und selbst wenn ein Profi selbst einen Artikel schreiben würde, und selbst wenn er darin ganz wahrheitsgemäß darüber berichten würde, was bei ihm die besten Erfolge erbringt, selbst dann könnte man damit nicht viel anfangen, weil so ein Profi locker monatlich die Summe in anabole Substanzen investiert (und diese natürlich auch konsumiert), die

OttoNormalVerbraucher im Monat als Gehalt ausgezahlt bekommt.

Aber – und jetzt kommen wir zum Punkt – die sogenannten Geheimnisse der alten Champions… die sind fundiert. Die damaligen Trainingsmethoden wurden über Jahre und teilweise Jahrzehnte ausprobiert. Damals kamen nicht monatlich ein halbes Dutzend neuer Zeitschriften heraus, zuzüglich der Infos aus dem Internet, zuzüglich der Ergebnisse der Sportwissenschaftler, zuzüglich dessen, was der Trainer auf dem neuesten Seminar gelernt hat. Und vor allem war damals noch so gut wie kein

Geld im Spiel, sodass dieser stark verfälschende

Faktor seinerzeit keine Rolle spielte.

Damals gab es ein Trainingsprogramm, das sich über Jahre hinweg bewährt hatte. Und wenn jemand wirklich etwas Neues und Besseres herausgefunden hatte, floss das erst in Folge einer eingehenden jahrelangen Prüfung nach und nach dort ein.

Nichts gegen neues Wissen. Wenn jemand einen besseren Weg findet als den, den ich kenne, dann wird das ab morgen auch mein Weg sein. Versprochen! Ich bin also ganz klar für Verbesserungen. Ich bin für Veränderungen. Ich freue mich, wenn jemand etwas herausfindet, was das Training effektiver macht, denn das kommt schließlich uns allen zugute.

Das Problem ist nur: wir wissen noch viel zu wenig

über den menschlichen Organismus. Es gibt nachweislich zahlreiche Übungen, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die besseren Ergebnisse bringen müssten, die aber in der Praxis völlig versagen (wie beispielsweise die einbeinige Kniebeuge, die schon vorhin erwähnt wurde). Auf der anderen Seite gibt es Übungen aus der Praxis, deren Wirkung grandios ist – nur die Wissenschaft hat keine Vorstellung, warum das so ist.

Eine wissenschaftlich fundierte Übung hat also nurSinn, wenn sie auch in der Praxis langzeiterprobt werden kann. Dies tut aber kaum einer. Und wenn er es tut, gehen seine Erkenntnisse unter in dem Wust von anderen – erfundenen oder echten – Erfahrungen, die überall publiziert werden.

Das Wissen aus diesem Buch ist nicht der übliche Schnickschnack, sondern erprobte Praxis. Mag sein, dass es bessere Wege gibt. Und wenn sich das irgendwann wirklich herausstellen sollte, werde ich diese in späteren Auflagen aufnehmen, sobald sie sich bewährt haben. Bis es allerdings soweit ist, kann ich jedem Leser nur empfehlen, die alten Erkenntnisse für sich zu nutzen.

Bis zum heutigen Tage weiß niemand, ob es bessere Wege gibt als die, welche unsere beiden Vorgängergenerationen für diesen wundervollen Sport herausgefunden haben. Hingegen weiß jeder, der schon einmal über Wochen und Monate keine oder kaum noch Fortschritte erzielt hat, dass es bedeutend schlechtere gibt.

Warum so viel verloren ging!

Eigentlich ist es doch nur logisch. Was funktioniert, wird weitergegeben. Trotzdem gingen zahlreiche

Übungen.. oder besser: bestimmte Ausführungen von zahlreichen Übungen, also die kleinen aber extrem bedeutsamen Tipps und Tricks nahezu verloren. Warum ist das so?

Hierfür sind viele Komponenten verantwortlich. Betrachten wir sie nach und nach – also quasi ganz wissenschaftlich, auch wenn mir dieses Vorgehen schwer fällt J:

Die Jugend! Ganz recht. Auch wenn Krafttraining ein Sport ist, der bis ins hohe Alter erfolgreich betrieben werden kann und sollte, so werden alle

Sportarten doch geprägt vor allem von der Jugend.

Junge Menschen sind leistungs und vor allem auch begeisterungsfähiger. Kaum ein 40Jähriger wird sein Hanteltraining noch in den Mittelpunkt des Daseins stellen, 20jährige Menschen hingegen haben damit gar keine Probleme, sie leben für ihren Sport.

Dementsprechend ist es nur recht und billig, dass junge Menschen den Verlauf einer Sportart bestimmen. Und das, was sie in der Zeit ihrer Jugend gemacht haben, behalten sie in aller Regel – sofernsie es gesundheitlich können – auch lebenslang so bei.

Die Jugend ist aber auch revolutionär. Sie muss alles anders machen als die Alten. Sie muss ihren eigenen Weg suchen und finden. Und das ist verdammt noch mal auch gut so.

Es ist nur schlecht, wenn man etwas nicht mehr verbessern kann. Und beim Krafttraining könnte das so sein. Hier haben „die Alten“ möglicherweise schon einen nahezu optimalen Weg gefunden. Und einen besseren zu finden, ist aus den schon genannten

Gründen sehr schwer bis nahezu unmöglich.

Die Jugend verändert alles, und sie hat das Recht dazu. Und seit den alten Champions haben ein bis zwei Generationen genau das getan. Sie haben neue schonende und großartige Trainingsprinzipien entdeckt, die für sie selbst sehr gut zu funktionieren scheinen. Wie es aber noch etwas besser ginge, das blieb dabei auf der Strecke.

Wirtschaftlicher Druck! Ja, Fitness ist ein Geschäft. Und auch das ist gut so. Was gibt es Positiveres, als mit der Gesundheit und dem Wohlfühlen der

Menschen auch noch sein Geld zu verdienen?!

Aber wo Geld verdient wird, da entsteht auch Konkurrenz. Und wo Konkurrenz entsteht, da entsteht auch Druck. Erfolgsdruck! Das ist natürlich ebenfalls gut so, denn so funktioniert unsere Wirtschaft. Auf diese Weise entstehen immer leistungsfähigere

Produkte zu immer günstigeren Preisen. Jedenfalls da, wo Produkte vergleichbar sind.

Im Fitnessbereich ist das für Laien – und das sind 99 Prozent der Nutzer – leider nicht so. OttoNormalverbraucher kann nicht unbedingt zwischen einer guten und einer schlechten Kraftmaschine unterscheiden. Er kann vielleicht sagen, dass die eine besser aussieht, die andere genau richtig für seine Größe zu sein scheint und dass sich eine dritte wirklich toll anfühlt.

Tatsache ist aber: jede neue Übung fühlt sich erst einmal nicht unbedingt so toll an. Der Körper muss erst lernen, den neuen Bewegungsablauf zu optimieren. Und das sind wir alle gewohnt, wenn wir etwas Neues ausprobieren. Und nach einigen Wochen auf beispielsweise einer neuen Maschine haben wir nicht mehr den Abstand, um deren wirkliche

Qualität beurteilen zu können.

Für die Hersteller von Geräten lohnt es sich – wirtschaftlich – also nicht unbedingt, die sportlich gesehen leistungsförderndsten Geräte herzustellen. Es lohnt sich eher, Geräte mit wenig Stellfläche zu konstruieren. Dadurch kann der Studiobetreiber kleinere Räume mieten; das ist ein Kaufargument. Oder er kann mehr Geräte in den vorhandenen Räumen unterbringen und wird demzufolge mehr davon kaufen – auch das kommt dem Gerätehersteller zugute.

Es lohnt sich ebenfalls mehr, besonders hübsche Geräte herzustellen. Schließlich gibt es so gut wie keine Keulbuden mehr, sondern nur noch multifunktionelle Sportanlagen. Und dort trainieren eben auch Frauen, Frauen, die sich für den Sport einen hübschen Dress zulegen, und Frauen, die genauso eben auch an hübsch anzusehenden Geräten trainieren wollen.

Und es lohnt sich für den Gerätehersteller, Geräte zu produzieren, die möglichst simpel sind. Denn Arbeitskraft ist teuer. Je öfter ein Trainer seinen

Schützlingen zur Hand gehen muss, nur, um noch zwei Teile des Gerätes passend einzustellen, desto eher wird der Besitzer des Fitnesscenters darüber nachdenken, beim nächsten Mal die Geräte eines anderen Herstellers anzuschaffen; auch wenn diese für das Training nicht so optimal sein sollten, wie die alten.

Wirtschaftlicher Druck zum Zweiten! Diesmal geht es nicht um die Gerätehersteller, sondern um die Fitnesscenter. In früheren Zeiten waren die Mitglieder sowie auch die Trainer eines Fitnesscenters eine verschworene Gemeinschaft. Die Mitglieder gingen auch hin, wenn sie ihr Training vielleicht schon am Morgen absolviert hatten… einfach, um sich zu unterhalten oder anderen beim Training zu helfen. Genauso die Trainer, die auch gerne ihre – unbezahlte – Freizeit im Studio verbrachten, sei es, um selbst zu trainieren, sei es, um einfach da zu sein und die Atmosphäre zu genießen.

Heute ist das leider anders. Ein Fitnesscenter ist heute mehr Beruf als Berufung für die Leute, die dort arbeiten. Und unter dem wirtschaftlichen Druck muss ein Betreiber natürlich sein Personal so kostengünstig einsetzen, wie nur möglich.

Im Laufe dieses Buches wird sich herausstellen, dass eine schnelle Einweisung von Neulingen sich mit den Trainingsmethoden der alten Champions einfach nicht verträgt.

Jemandem zeigen, wie die Übungen auszuführen sind, das geht schnell. Auch ein Trainingsplan ist Ruckzuck geschrieben, vor allem, wenn die Geräte durchnummeriert sind. Aber seinen Klienten zu zeigen, wie sich wirklich das Maximale aus einer

Übung herausholen lässt, das erfordert sehr viel Betreuung; bei der Einweisung natürlich und auch durch regelmäßige Korrektur während des Trainings.

Der Markt! Und zwar der Markt, der sich um den Kraftsport gebildet hat. Nicht nur Fitnessgeräte, sondern vor allem auch Fitnessgetränke, Nahrungsergänzungen, Nahrungsersatz, Stoffwechselbeschleuniger… und Zeitschriften, Zeitschriften, Zeitschriften; sowie auch die Werbung, die in diesen Zeitschriften geschaltet wird. Ein Milliardenmarkt.

Dieses Buch stellt – soweit ich es weiß – die umfangreichste Sammlung von Geheimtricks aus dem Bereich Krafttraining/Fitness/Bodybuilding dar. Und doch könnte dieses Buch bequem in einem einzigen

Exemplar einer einzigen solchen Zeitschrift untergebracht werden. Aber was dann?

Würde man deutlich machen, dass es im Prinzip – auch bei sehr verschiedenen Trainingszielen – immer nur die gleichen, recht einfachen Übungen und

Trainingsprinzipien gäbe, dann wäre alles gesagt. Mit anderen Worten: die Ausgabe „1“ einer Zeitschrift wäre auch die letzte. Denn es gäbe ja nichts

Neues mehr.

Aber, ein Glück für die Industrie, es gibt ja doch noch ganz viel Neues, worüber man berichten kann. Der Trainer Soundso ist nämlich der Ansicht, es ginge noch etwas besser, wenn man dieses so und jenes sonst wie macht. Und der Profi Dingsbums hat wieder eine andere Meinung beizusteuern. Und so weiter.

Das Gleiche gilt für die Nahrungsmittelindustrie. Vielleicht hat es dich ja bereits überrascht, dass die

üblichen Ernährungsempfehlungen in den meisten

Studios und Zeitschriften völlig falsch sind. Im Laufe dieses Buches wirst du noch die Wahrheit über einige weitere falsche Behauptungen erfahren, gerade, was die Ernährung anbelangt.

Aber wenn es nur zwei oder höchstens drei Produkte bräuchte, wovon sollen denn dann die ganzen Firmen mit all ihren Angestellten noch leben? Also wird auch dieser Bereich künstlich aufgeblasen. Mit dem Ergebnis, dass die wirklich wichtigen Erkenntnisse in der Masse an Gelaber untergehen müssen.

Die Einfachheit! Unsere Welt wird immer einfacher und schneller. Wir essen Fast Food, wir brauchen anscheinend Fernsehzeitschriften, die damit werben, dass man noch schneller und einfacher die richtigen Filme findet, zum Kaffee setzt man sich nicht mehr, sondern nimmt ihn „to go“. Und wo wir gerade davon reden, erst vor kurzem war ich in Berlin und sah mit einer Mischung aus Staunen und

Faszination die Werbung über einem großen Ladengeschäft: „BOTOX TO GO“.

Zwar sind die Trainingsprinzipien und Übungsausführungen der alten Champions weit weniger komplex als viele moderne Trainingspläne, dennoch erfordern sie gerade am Anfang deutlich mehr Aufmerksamkeit und Konzentration. Durch den Trainer. Und durch den Trainierenden.

Das menschliche Gehirn ist auf das hier und jetzt ausgelegt. Das ist in seinen Ursprüngen als Überlebensinstinkt begründet. Die Gegenwart ist nun einmal immer höher zu bewerten als eine Zukunft, die man möglicherweise ja gar nicht erst erleben wird, wenn man die Gegenwart nicht meistert.

Wir wollen alles schnell und sofort. Sonst würde das gesamte Kreditwesen den Bach runter gehen, denn niemand wäre so blöd, über die Jahre den doppelten Preis für etwas zu bezahlen… wenn wir es nicht so gerne und unbedingt sofort haben wollten.

Beim Training ist es ähnlich. Der Anfänger macht ja Fortschritte, auch bei nicht optimalem oder sogar bei einem lausigen Training. Der ungeübte Körper reagiert auf alles optimal. Warum also sollte man sich am Anfang so viel Mühe machen, wenn man bei dem einfachen Weg doch – scheinbar – die gleichen Früchte zu ernten in der Lage ist?

Und warum sollte man einen doppelt so hohen Monatsbeitrag für das Fitnesscenter mit der besseren

Betreuung bezahlen, wenn die zwei Einweisungstermine in dem BilligLaden doch völlig auszureichen scheinen?

Doping! Wenn man die Zahlen hört, möchte man es nicht glauben. Angeblich nehmen ein Viertel (!!!) aller männlichen Mitglieder in Fitnesscentern anabole Steroide ein.

Ich möchte mich darüber jetzt nicht auslassen, das kommt noch in einem späteren Kapitel. Hier nur so viel: Ein Körper, dem anabole Steroide oder gar Wachstumshormone zugeführt werden, der reagiert auf jeden Mist. Wenn nur die Anabolikakonzentration im Blut hoch genug ist, wächst die Muskulatur schon vom Betätigen des Gas und Bremspedals.

Wenn sogar ein Großteil der reinen Freizeitsportler anabole Steroide konsumiert, dann ist es doch völlig klar, dass effektive Trainingsprinzipien in Vergessenheit geraten.

Klar, man zahlt mit seiner Gesundheit dafür, aber erst einmal hat man Erfolg, auch wenn man ein Training durchführt, das eigentlich ein schlechter Witz ist. Und man merkt ja höchstwahrscheinlich nicht einmal, dass man falsch trainiert. Denn der Erfolg gibt einem Recht.

Wer diese Substanzen einnimmt, kann die Qualität seines Trainings unmöglich beurteilen. Also wird er auch nicht nach effektiveren Trainingsmethoden suchen. Auch nicht, wenn er schließlich doch an ein

Plateau kommt und keine Fortschritte mehr macht.

Wozu auch? Er kann ja schließlich auch einfach mehr Stoff nehmen.

Das waren sie also, einige der Gründe, warum das Wissen der alten Champions verloren ging – ohne

Anspruch auf Vollständigkeit. Und warum diese langen Erklärungen? Eigentlich müsste man doch nur die neuen „alten“ Trainingsprinzipien vorstellen. Warum wurde jetzt noch umständlich erklärt, wie diese so wirksamen Techniken verloren gehen konnten?

Ganz einfach! Damit du mir glaubst! Denn das ist von entscheidender Bedeutung für dein Training und natürlich auch für die Verkaufszahlen dieses

Buches J.

Eben weil die alten Techniken so wirkungsvoll sind, wird sich jeder logisch denkende Mensch fragen, wie so etwas in Vergessenheit geraten konnte.

Warum nicht seit damals bis heute jeder nach diesen Prinzipien trainiert.

Lies oben noch einmal nach. Da ist die Antwort.