Mein Cousin und ich machten eine Motorradtour mit unseren 125er
Motorrädern durch den Vogelsberg. Als krönender Abschluss fuhren wir nach Köln zur Intermot.
Daten und Fakten
Gefahrene Kilometer: 1500
Tagesschnitt (Kilometer): 500
Reisedauer (Tage): 3
Motorrad (Marke/Modell): MZ RT 125 Striker
Wie es für fast alle 125er zutrifft, wurde auch ich von zahlreichen LKW´s überholt. Nur mein Cousin mit dem ich unterwegs war, legte sich amüsierend mit LKW-Fahrern an.
Beschreibung
Mein Cousin und ich trafen die Entschdeidung eine Motorradtour zu machen. Da wir Maschinen mit nur 125ccm (80km/hBegrenzung) fahren war schnell klar, dass wir nicht wie erträumt die "Route 66" entlang fahren können.
Deshalb entschieden wir uns (wir kommen aus dem Rhein Main Gebiet) eine Tour durch den Vogelsberg zu machen. Wir holten vom ADAC die göttlichen Tourenkarten und besorgten uns bei polo alles was wir für die Reise brauchten. (Danke polo für die tollen Schlafsäcke, in denen wir nicht froren).
Wie zu vermuten ist, entschlossen wir uns zu campen. Nun ging es los. Wir starteten die Anreise von Darmstadt und fuhren über die Autobahn bis in das Zielgebiet in den Vogelsberg. Wir fanden schnell einen Campingplatz in Schotten in der Nähe des legendären Schottenrings. Wir entluden unsere Sachen und bauten das Zelt auf. Es war schon zehn Minuten vor acht Uhr, als wir merkten dass wir noch nichts gegessen hatten. Wir düsten zu dem nächsten Supermarkt und kauften uns leckere Steaks. Wir packten unseren Grilliput aus und das Steak war ratz fatz bereit zum Verzehr.
Am späten Abend wurde es zunehmend kälter, deswegen bereiteten wir ein Lagerfeuer vor. (Lagerfeuer war legal) Spätestens jetzt fühlten wir uns wie richtige Abenteurer und genossen die Wärme bis spät nach Mitternacht. Am nächsten Tag begann die Tour. Wir starteten in Schotten und fuhren bis zur höchsten Erhebung des Vogelsberg, dem Taufstein (770m). Es mag für gestandene Motorradfahrer ein Witz sein 770 Höhenmeter mit ihrem Motorrad zurückzulegen, aber für unsere "kleinen" Maschinen war das eine Meisterleistung, denn mit 15 PS muss man aufpassen das man nicht rückwärts den Hang herunterrollt. Das ist natürlich übertrieben aber es war keine Seltenheit, dass ich und mein Cousin von VW-Büssen oder Mercedes Sprintern überholt wurden.
Wir kamen uns wirklich ein bisschen blöd vor als wir zum Teil nicht schneller als 40km/h den Berg hochfahren konnten, weil unsere Motorräder nicht die nötige Kraft hatten. Aber dennoch wurden wir von Motorradfahren gegrüßt und somit fühlten wir uns wieder wie "echte" Biker. Wir führten die Tour bis in das östliche Schlitz und kamen Abends wieder in Schotten an. Der Tag klang wieder schön mit einem Lagerfeuer ab.
Am folgenden Morgen begann der Abbau für uns (5Uhr). Es dauerte nicht lange und wir waren Abfahrbereit. Mit dem Ziel Köln starteten wir unsere Autobahnfahrt. Da nach höchstens 2 Stunden die Glieder auf einer 125er durch die Vibrationen einschlafen, mussten wir viele Pause machen. Wir kamen nach ca 4 Stunden Fahrzeit in Köln an.
Wir erlebten einen tollen Tag auf der Intermot mit vielen Ereignissen und schauten uns schon mal die Motorräder unserer Träume an. Zum Abschluss machten wir noch eine kurze Rundfahrt in Köln (Chaos) und fuhren dann höchst zufrieden in die Heimat. Resümierend kann man sagen das wir ein tolles Wochenende gehabt haben, dass mehr ereignisreich war als erholend. Das war uns aber schon vor der Tour klar gewesen. Das wichtigste war uns sowieso, wie immer beim Motorradfahren, dass wir gesund zu Hause ankamen.


